27. Dezember 2007 - 16:31 Uhr
Das hat mich dann gerade doch etwas überrascht: In der Süddeutschen Zeitung (online) ist zu lesen, dass immer mehr Arbeitgeber den Mindestlohn in immer mehr verschiedenen Branchen fordern. Für Zeitarbeiter seien etwa 7,15 Euro angemessen, im Sicherheitsdienst-Bereich gerade noch 4 bis 5 Euro verkraftbar.
Normalerweise sollte man von Unternehmern sprich Arbeitgebern annehmen, sie würden den Mindestlohn nicht unterstützen, denn schließlich beschneidet er die Freiheiten, die die soziale Marktwirschaft mit sich bringt entscheident. Letztes prominentes Opfer-Beispiel ist die PIN-AG. Viele Tochterunternehmen mussten schließen, da der Post-Mindestlohn nicht zu bezahlen war.
Das Geschäftsmodell war einfach darauf ausgelegt, die Preise durch niedrige Löhne ausgleichen zu können. Das soll mit den neuen geforderten Mindestlöhnen nicht mehr passieren. Wer arbeiten geht, der soll auch davon leben können. Eigentlich eine nachvollziehbare Aussage. Jedoch sollte man nie außer Blick lassen, dass man die unsichtbare Hand der Marktwirtschaft doch bedeutend beschädigen wird.
Man darf gespannt sein, wie die Politik entscheiden wird.
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27. Dezember 2007 - 16:14 Uhr
Immer mehr Studien und folglich auch Medien gehen davon aus, dass es 2008 einen Lohnboom geben könnte. Lohnboom heißt, dass man von durchschnittlich 1-2 Prozent mehr Lohn für Arbeitnehmer ausgeht.
Das hört sich in der Theorie natürlich positiv an, jedoch sollte man auch die aktuelle Inflationsrate im Vergleich dazu betrachten: denn die liegt bei aktuell ebenfalls summa sumarum rund 2 Prozent. Das wiederum bedeutet, dass der Lohnboom gar nicht so toll sein wird, wie angekündigt. Plus Minus landet man letztendlich doch bei 0 – höchstens hat man einen ganz leichten Zuwachs.
Schade eigentlich…
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23. Dezember 2007 - 14:47 Uhr
Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) hat nun vor kurzem dem Fußball „Gehalts-Exzesse“ vorgeworfen. Wenn er die Gehälter von Fußballprofis sehe, setze sein Fassungsvermögen gänzlich aus. Logisch, verdienen Stars wie Luca Toni doch locker 4 Millionen aufwärts pro Jahr. Zum Vergleich: Der Siemensvorsitzende Löscher verdient gerade einmal so viel.
Einen Verein aus der 1. Fussball Bundesliga griff Norbert Lammert in der Bild am Sonntag direkt an: und zwar den FC Bayern München. Bayern hat vor kurzem einen 18-jährigen brasilianischen Jugendlichen (Breno) für 14 Millionen gekauft und ihn „mit einem Einkommen ausgestattet, das die meisten Familienväter über Jahre in harter Arbeit nicht erwirtschaften können“. Hierbei seien die Maßstäbe gänzlich verloren gegangen.
Meiner Ansicht nach ist es durchaus richtig, dass sich ein Politiker zur Thematik wenigstens einmal zu Wort meldet. Es kann einfach nicht sein, dass Bundesliga-Spieler so unverhältnismäßig viel verdienen. Sicherlich muss man mit einkalkulieren, dass die meisten Spieler mit 35-40 Jahren keinen neuen Verein finden können, aber gleich 4 Millionen pro Jahr ist dann doch etwas zu viel des Guten – auch wenn der Spieler überaus talentiert ist.
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17. Dezember 2007 - 17:27 Uhr
Mit dem reißerischen Titel „Kaufkraft-Boom 2008 – Deutsche werden wieder reicher“ trifft der Spiegel den Nagel auf den Kopf.
Der Lohn der Deutschen könne locker die anhaltende Inflation ausgleichen, so dass die Kaufkraft weiter steigt. Das bemerken nun also auch vor allen Dingen die mittelständischen Unternehmen.
Seit Jahren steigen die Reallöhne endlich wieder. Am wohlhabendsten ist vor allen Dingen – wer hätte es gedacht – die Region rund um München, knapp gefolgt von Frankfurt am Main, wobei Starnberg der wohlhabendste deutsche Landkreis ist, jeder Einwohner hat dort eine durchschnittliche Kaufkraft in Höhe von 27.283 Euro, was rund 45,6 Prozent mehr als der Bundesdurchschnitt sei. Nicht schlecht.
Jetzt weiß ich auch endlich, wie man sich den Bau von teuren noblen Jugendherbergen direkt am Starnberger See leisten kann :). Bayern ist alles in allem übrigens mit Abstand das reichste Bundesland. Dort hat jeder Kreis rund 10 Prozent mehr Kaufkraft im Vergleich zum Durchschnitt. Glückwunsch – das ist nicht übel!
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16. Dezember 2007 - 16:29 Uhr
Lustig finde ich, was da im Moment bei Bild online abläuft. Etwa im zwei Tages Rhythmus werden nämlich dort neue „exklusive“ Geschichten der Bild-Rekord-Lotto Millionäre ausgegraben.
Mal befinden sich die glücklichen Gewinner in der Wüste und lassen sich dort mit der Kamera begleiten oder sie stehen gerade in einem neuen Gutshof in dem sie sich ebenfalls bestgelaunt mit Champus ablichten lassen und noch dazu sagen wie gut es ihnen mit dem Gewinn geht.
Natürlich ist solch ein 15 Millionen riesen Gewinn alles andere als finanziell schlecht, aber, ist es tatsächlich so klug damit so an die Öffentlichkeit zu treten? Ich meine nein und vermute schon bald, dass Bild bei der Verlosung der Lotto Scheine, durch die die Leute zu Millionären geworden sind, einen kleinen aber feinen Paragraphen angeführt hat, der besagt, dass man Bild medial daran Anteil lassen muss. Anders kann ich mir das nicht erklären…
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